Parodontitis – die unterschätzte Gefahr für Zähne und Gesundheit

Warum Parodontitis nicht nur eine Erkrankung des Mundraums ist

Plakat zeigt Zeichnungen von Zähnen mit gesundem und entzündetem Zahnfleisch.

Parodontitis ist weit mehr als eine harmlose Zahnfleischerkrankung. Sie beginnt oft unauffällig, doch unbehandelt kann sie zu Zahnfleischrückgang, lockeren Zähnen und sogar Zahnverlust führen. Noch bedenklicher: Die Entzündung bleibt nicht nur auf den Mundraum beschränkt, sondern kann den gesamten Organismus belasten.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für ernsthafte Allgemeinerkrankungen erhöhen kann. In unserer Zahnarztpraxis in Oldenburg in Holstein ist es uns daher besonders wichtig, erste Anzeichen ernst zu nehmen und rechtzeitig gegenzusteuern, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Zahnfleischerkrankungen erkennen – wann wird es gefährlich?

Gesundes Zahnfleisch liegt fest an den Zähnen an, blutet nicht und hat eine blassrosa Farbe. Doch durch verschiedene Faktoren wie bakterielle Beläge, unzureichende Mundhygiene oder genetische Veranlagung kann es zu ersten Anzeichen einer Entzündung kommen. Diese äußern sich häufig unscheinbar und werden daher oft ignoriert. Viele Menschen nehmen gelegentliches Zahnfleischbluten oder leichte Schwellungen nicht ernst, doch gerade das sind Warnsignale, die auf eine beginnende Zahnfleischerkrankung hindeuten. Bleibt diese unbeachtet, kann sich die Entzündung vertiefen und auf den Zahnhalteapparat übergehen. Erste Warnzeichen sind:

  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder Essen – oft das erste Anzeichen einer Entzündung
  • Rötungen und Schwellungen im Bereich des Zahnfleischs, die auf eine Infektion hinweisen können
  • Mundgeruch, der trotz guter Mundhygiene bestehen bleibt und durch bakterielle Beläge verursacht wird
  • Zahnfleischrückgang, wodurch die Zähne länger wirken und empfindlicher werden
  • Lockere Zähne, da das Zahnbett zunehmend geschädigt wird

Wer diese Symptome ignoriert, riskiert, dass sich die Entzündung unbemerkt ausbreitet und zu einer Parodontitis entwickelt.

Ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung ist der Parodontal-Screening-Index (PSI). Mit diesem einfachen Verfahren kann der Zahnarzt das Zahnfleisch systematisch untersuchen und frühzeitig feststellen, ob eine Parodontitis vorliegt. Dabei wird mit einer speziellen Sonde gemessen, wie tief die Zahnfleischtaschen sind und ob Blutungen auftreten. Anhand der Ergebnisse lässt sich die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung bestimmen.

Eine Frau hat eine ausgeprägte Parodontitis.

Warum Parodontitis weitreichende Folgen haben kann

Ein junger Mann ist verzweifelt und macht sich Gedanken zu seiner Zahngesundheit.

Parodontitis ist nicht nur ein Problem Ihres Mundraums – sie betrifft Ihren gesamten Körper. Bakterien, die sich in den entzündeten Zahnfleischtaschen vermehren, gelangen über die Blutbahn in andere Organe und können dort schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für verschiedene Erkrankungen erhöht. Dazu gehören:

  • Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da entzündliche Prozesse Arterienverkalkung begünstigen können
  • Negative Auswirkungen auf Diabetes, da chronische Entzündungen den Blutzuckerspiegel destabilisieren können
  • Zusammenhang mit Frühgeburten bei Schwangeren, da Entzündungsstoffe in den Blutkreislauf übergehen und Wehen auslösen können
  • Belastung des Immunsystems, da der Körper dauerhaft gegen eine Entzündung ankämpfen muss

Wer sich um die Gesundheit seines Zahnfleisches kümmert, schützt also nicht nur seine Zähne, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge.

Parodontitis-Therapie – moderne Behandlungsmethoden für gesundes Zahnfleisch

Je früher wir Ihre Zahnfleischerkrankung erkennen, desto einfacher lässt sie sich behandeln. Eine unbehandelte Parodontitis kann dazu führen, dass sich die Entzündung in die Tiefe Ihres Zahnhalteapparates ausbreitet und dort irreversible Schäden verursacht. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Entzündung und umfasst verschiedene Maßnahmen, die darauf abzielen, die bakteriellen Ablagerungen zu entfernen und das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen:

  • Gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen, um bakterielle Beläge und Entzündungsherde zu entfernen
  • Glättung der Wurzeloberflächen, damit sich keine neuen Bakterien festsetzen können
  • Einsatz des PerioChip®, der antibakterielle Wirkstoffe gezielt an entzündeten Stellen freisetzt und so die Heilung unterstützt
  • Regelmäßige Nachkontrollen, um sicherzustellen, dass sich das Zahnfleisch regeneriert und stabil bleibt

Dank moderner Behandlungsmethoden kann Parodontitis in vielen Fällen gestoppt werden, bevor bleibende Schäden entstehen.

Frau Dr. Daniela Weilandt zusammen mit ihrem Kollegen Zahntechnikermeister Stefan Rosenberger.

Vorsorge ist die beste Therapie – was jeder selbst tun kann

Parodontitis entsteht nicht über Nacht. Oft ist sie das Ergebnis jahrelanger unzureichender Mundhygiene oder unentdeckter Zahnfleischentzündungen. Durch eine konsequente Mundhygiene zuhause und regelmäßige professionelle Zahnreinigung in unserer Praxis in Oldenburg (Holstein) kann das Risiko für Parodontitis erheblich reduziert und die langfristige Gesundheit des Zahnfleisches gesichert werden.

Gesundes Zahnfleisch trägt nicht nur zu einem festen Biss und schönen Zähnen bei, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle für das allgemeine Wohlbefinden. Wer sein Zahnfleisch gesund hält, schützt nicht nur seine eigenen Zähne, sondern reduziert auch gesundheitliche Risiken für den gesamten Körper.

Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Ihr Zahnfleisch gesund bleibt – ein Leben lang!

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